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14
Jun

Wir sind zurück vom Kreuzberg in Laudenbach.
Erfüllt, erschöpft und zufrieden. Der Pilgerstab der SE Heidelberg-Süd liegt wohlbehalten vor dem Tabernakel in St. Benedikt. Wir fanden, das ist ein guter Platz, ihn aufzubewahren.

Gestartet sind wir am Pfingstmontagmorgen um 7 Uhr am Bismarckplatz – zu viert. “Ein Glückskleeblatt”, sagte M-F.

Unser Weg führte uns nach Oberlaudenbach. Von der dortigen Grillhütte  aus sollte eine Prozession starten.
Es war eine kleine Prozession. Zwölf, später fünfzehn Teilnehmer. Aber sie war sehr würdevoll. Fünf Ministranten in
roten Gewändern gingen mit dem Vortragekreuz und zwei roten Standarten voraus. Ein älterer Diakon betete vor.
Er nahm seine Sache sehr ernst, zumal als er erfuhr, dass vier Damen aus Heidelberg gekommen waren.
Wir waren die Sensation in Laudenbach. Ein wenig kamen wir uns vor wie die ersten Europäer in Amerika.
Die Menschen dort am nördlichsten Zipfel des Dekanats sind extrem freundlich. Wir haben viele nette Leute kennengelernt.
Leider fehlte die Jugend bei dieser Wallfahrt fast völlig. Ein wenig muss man sich daran gewöhnen, dass der Blick
dort im Norden immer nach Mainz geht. Hemsbach ist fast komplett umgeben vom Nachbarbistum.

Der Kreuzberg ist 320 Meter hoch. Der Wallfahrtsweg war idyllisch. Man brauchte etwa so lang wie von Rohrbach zum
Speyerer Hof. Kaum Steigung. Oben eine Lichtung, auf der früher ein Eremit gelebt hat. Heute steht dort ein Steinkreuz.
Wenn ich optimistisch schätze, waren 400 Menschen da. Eine Hemsbacherin meinte, dass es im letzten Jahr voller gewesen sei. Jede Heidelberger Seelsorgeeinheit hatte genau einen Vertreter entstand. Wir vier waren
die größte Delegation. Merkwürdige Dekanatswallfahrt. Dr. Kohl überreichte jeder Delegation feierlich und mit Handschlag den Stab. Rucksäcke gab es keine. Dekan Dauer: “Das war wohl eine Falschmeldung.”

Der Gottesdienst war ländlich (Blechbläser aus dem Gorxheimer Tal), aber das Ambiente schön und die Menschen angenehm unkompliziert.
Unser Kleeblatt fand schnell Anschluss. Wir hatten einen guten Tag, den wir mit einem Gebet und einem Lied in St. Benedikt ausklingen ließen.

Diana

Aktualisiert am 14. Juni 2011

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