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nächstes Porträt – in Bearbeitung:
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Familie BurLieder im Kopf Delia musste zwar all ihren Mut zusammen nehmen, doch die Sache duldete keinen Aufschub. Vorsichtig streckte die Vierjährige die Hand aus, tippte den Pfarrer kurz an und versteckte sich schnell wieder hinter der Mauer. Der Kontakt war hergestellt, das Reden konnte Mama übernehmen. „Delia wünscht sich einen Kindergottesdienst“, erklärte Birgit Bur, erst vor kurzem mit ihrem Mann und den beiden Kindern nach Kirchheim gezogen. „Gibt es hier so etwas?“ Pfarrer Kurt Faulhaber stutzte. „Noch nicht. Aber vielleicht möchten Sie sich darum kümmern?“
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Volker NebelZu Fuß nach Spanien Die Sonne war schon fast untergegangen, als die Pilger endlich ein Dorf erreichten. Burgund. Weinberge und Wälder so weit das Auge reichte, dazwischen weiße Kühe und alte Schlösser. Jetzt noch ein Nachtquartier finden. Komfortabel brauchte es nicht zu sein; die Jakobspilger aus dem Heidelberger Süden lagerten einfach in ihren Schlafsäcken auf dem Fußboden. Ein Teil der Gruppe blieb bei der Kirche, um zu beten; die anderen schwärmten aus. Doch an diesem Abend wollte niemand ihnen Obdach geben. Zwei Frauen aus dem Dorf versuchten alles, um einen Platz für die Pilger zu finden. Ohne Erfolg. Enttäuscht teilten sie den Heidelbergern mit, dass sie leider nichts erreicht hätten. Da klingelte das Handy.
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Laura BrinzanLaura tanzt Laura Brinzan braucht keine Worte, um zu beten. Laura tanzt. Drei Schritte hin zum Altar, die Hände ausbreiten, sich vollkommen hingeben an Gott. Die Hände vor der Brust kreuzen, Gott in sein Herz nehmen. Immer und immer wieder dieselben Bewegungen. Fließend, fast wie in Trance. „Jede Geste, jeder Schritt hat eine Bedeutung“, erklärt die 30-Jährige. Ein weiser Münchner Jesuitenpater hat der jungen Frau aus dem Hasenleiser beigebracht, wie man liturgische Choreographien entwirft. Sie müssen sehr einfach sein, damit die Tänzer innerlich zur Ruhe kommen. „Gott spricht leise“, sagt Laura. „Nur wenn wir unsere eigenen Gedanken los lassen, können wir ihn verstehen.“
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Irma Wunderlich„Ich war nie allein“ Als die Einladung zur Goldenen Hochzeit kam, waren alle etwas verblüfft: Schon fünfzig Jahre verheiratet? Geht das überhaupt? Irma Wunderlich ist doch höchstens Mitte sechzig? Die temperamentvolle Karlsruherin ist 68. Und sie war achtzehn, als sie dem drei Jahre älteren Wilfried ihr Ja-Wort gab. Blutjung und sehr verliebt strahlen die beiden auf ihrem Hochzeitsfoto. Fünfzig gemeinsame Jahre. |
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Pfarrer Kurt Faulhaber„Gott zeigt den Weg“ Es war der heißeste Tag des Jahres. 38 Grad meldete der Wetterbericht. Man blieb im kühlen Haus oder döste im Schatten. Kurt Faulhaber ging pilgern. Auf dem Jakobsweg bei Bad Rappenau. Mit einer Gruppe von zehn Männern und Frauen brach der Pfarrer auf, um zu beten, zu singen und zu hören: Wohin will Gott die Kirche in Heidelberg führen? Lange schon hatte man den Termin geplant – und jetzt diese Gluthitze. |




